IOD - Regelwerk

Das Verfahren auf einen Blick

Der Impact of Diversity Award (IOD) würdigt konkrete, bereits bestehende Leistungen von Unternehmen, Initiativen und Persönlichkeiten für Diversity und Inclusion. Das Verfahren unterscheidet drei Entscheidungswege: Jury-Kategorien, den Audience Award und den Ehrenpreis Building Bridges.

Frage: Kurzantwort

Wer organisiert?

  • Die Barbara Lutz Index Management GmbH trägt und organisiert den Award. Barbara Lutz ist Initiatorin; das IOD-Projektteam steuert die operative Durchführung.

Wer kann teilnehmen?

  • Unternehmen, Initiativen und Einzelpersonen - unabhängig von Größe, Bekanntheit oder Sitz. Bewertbar sind nur bereits bestehende oder umgesetzte Vorhaben.

Wer entscheidet?

  • Jury-Kategorien: veröffentlichte Expert:innenjury. Audience Award: Öffentlichkeit. Ehrenpreis Building Bridges: Nominierung durch Trägerin, Jury hat Vetorecht

Was wird bewertet?

  • Impact, Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit sowie Innovation. Die Kriterien bilden einen qualitativen Bewertungsrahmen; aktuell ist keine mathematisch gewichtete Punkteskala dokumentiert.

Was bedeutet das Ergebnis?

  • Die Auszeichnung bezieht sich auf eine konkrete Einreichung, Kategorie und einen Award-Jahrgang. Sie ist keine Zertifizierung und keine allgemeine Bestätigung sämtlicher Eigenschaften der ausgezeichneten Organisation oder Person.

Transparenz und Information

  • Die zugelassenen Bewerbungen sind dauerhaft auf der Website einsehbar und somit überprüfbar. Mögliche Kritikpunkte und Anmerkungen werden mit den Einreichen überprüft.

Ist der IOD mit einem Preisgeld verbunden?

  • Der Impact of Diversity Award selbst ist nicht dotiert. Die Veranstalterin zahlt für Nominierung, Teilnahme, Shortlist oder Auszeichnung kein Preisgeld. Eine mögliche Nominierung für externe Awards ist davon getrennt und richtet sich nach deren eigenen Bedingungen

Prozess in zwölf Schritten

1. Regeln, Kategorien und Termine eines Jahrgangs festlegen und veröffentlichen

2. Nominierungs- und Bewerbungsphase öffnen

3. Nominierung annehmen bzw. Bewerbung vollständig einreichen

4. Formale Zulässigkeit und Vollständigkeit prüfen

5. Zugelassene Einreichungen für Jury und Öffentlichkeit aufbereiten

6. Jury berufen, veröffentlichen und Interessenkonflikte erklären

7. Jury-Kategorien beraten und dokumentiert abstimmen

8. Audience Award in einem getrennten öffentlichen Voting ermitteln

9. Ehrenpreis zustimmen oder Veto einlegen (siehe 9. Ehrenpreis Building Bridges)

10. Shortlist, Stimmen, Enthaltungen und Begründungen protokollieren

11. Preisträger:innen informieren, auszeichnen und Ergebnisse veröffentlichen

12. Unterlagen archivieren, Verfahrenshinweise prüfen und Jahrgang evaluieren

1. Zweck, Geltungsbereich und Begriffe

1.1 Zweck

Dieses Methodenpapier macht nachvollziehbar, wie Einreichungen für den Impact of Diversity Award angenommen, geprüft, bewertet und ausgezeichnet werden. Es richtet sich an Bewerber:innen und Nominierte, Jury, Partner:innen, Sponsor:innen, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Es beschreibt den generellen Prozess. Die Kategorien, Termine, Jurybesetzung und technischen Abstimmungsregeln eines konkreten Jahrgangs werden zusätzlich auf der IOD-Website veröffentlicht. Widersprechen sich Informationen, gilt die für den betreffenden Jahrgang veröffentlichte Fassung dieses Methodenpapiers zusammen mit den veröffentlichten Teilnahmebedingungen.

1.2 Geltungsbereich

  • Jury-Kategorien: fachliche Auswahl durch die Expert:innenjury

  • Audience Award: getrennte Auswahl durch öffentliches Voting

  • Ehrenpreis Building Bridges: Nominierung durch Trägerin, Vetorecht der Expert:innenjury

  • Formale Zulassung, Dokumentation, Ergebnisveröffentlichung und Umgang mit Verfahrenshinweisen

1.3 Begriffe

Begriffe und ihre Bedeutung

Nominierung

  • Vorschlag einer Person, Organisation, Initiative oder eines Projekts durch sich selbst oder Dritte.

Bewerbung / Einreichung

  • Vollständig ausgefüllter und freigegebener Datensatz im Bewerbungssystem einschließlich Texte, Kontakte, Medien und Links.

Teilnehmende

  • Nach formaler Prüfung zum Verfahren zugelassene Einreichungen bzw. deren Träger:innen.

Shortlist

  • Einreichungen, die nach der festgelegten Entscheidungsregel als Finalist:innen eines Jahrgangs ausgewiesen werden.

Preisträger:in

  • Von der zuständigen Entscheidungsinstanz ausgewählte Einreichung in einer Kategorie und einem Jahrgang.

Award-Jahrgang

  • Gesamtheit der für ein Kalenderjahr veröffentlichten Regeln, Kategorien, Termine, Einreichungen und Ergebnisse.

 2. Trägerschaft, Organisation und Entscheidungsrollen

Trägerin und Veranstalterin des Impact of Diversity Award ist die Barbara Lutz Index Management GmbH, vertreten durch Barbara Lutz. Impact of Diversity wird öffentlich als FKi Brand geführt. Das IOD-Projektteam setzt den Award operativ um; die inhaltliche Auswahl der Preisträger:innen liegt bei der veröffentlichten Expert:innenjury.

Rollen ihre Aufgabe und Verantwortung

Trägerin / Geschäftsführung

  • Legt Verfahrensrahmen, Kategorien, Termine und Governance fest; bestellt die Jury; verantwortet rechtmäßige Durchführung und Veröffentlichung, nominiert

IOD-Projektteam

  • Betreut Portal, Einreichungen, formale Prüfung, Juryunterlagen, Abstimmung, Kommunikation, Veranstaltung, Dokumentation und Nachbereitung.

Expert:innenjury

  • Bewertet zugelassene Einreichungen in den Jury-Kategorien, diskutiert sie, stimmt ab und begründet die Entscheidung.

Öffentlichkeit / Community

  • Entscheidet ausschließlich den Audience Award im veröffentlichten Public Voting.

Partner:innen / Sponsor:innen

  • Unterstützen Kategorien oder Durchführung. Eine Unterstützung begründet für sich allein kein Auswahl-, Veto- oder Weisungsrecht. Können Teil der Jury sein, dafür gelten gesonderte  Regelungen.

Bewerber:innen / Nominierte

  • Liefern vollständige, wahrheitsgemäße Angaben, bestätigen erforderliche Rechte und benennen Ansprechpersonen.

3. Jährlicher Verfahrensrahmen und Kategorien

Vor Öffnung eines Award-Jahrgangs werden mindestens die folgenden Angaben festgelegt und auf der IOD-Website veröffentlicht:

  • Kategorien, Zielgruppen und Kategoriebeschreibungen

  • Öffnungs- und Einreichungsfrist einschließlich Uhrzeit und Zeitzone

  • Jurybesetzung und anwendbare Regeln zu Interessenkonflikten

  • Kriterien und Entscheidungsweg für Jury-Kategorien

  • Zeitraum und technische Regeln des Public Votings

  • Regel zur Bildung der Shortlist und zu Gleichständen

  • Termin und Form der Ergebnisbekanntgabe

  • Kontaktstelle für Verfahrensfragen und Korrekturhinweise

3.1 Kategorien

Die Kategorien können zwischen den Jahrgängen weiterentwickelt werden. Die jeweils veröffentlichte Liste ist Teil der Jahrgangsmethodik. Für 2026 waren sieben Jury-Kategorien, der Audience Award sowie der Ehrenpreis Building Bridges ausgewiesen; die vollständige Referenzliste steht in Anlage A.

3.2 Änderungen

Inhaltliche Regeln werden grundsätzlich vor Beginn der Einreichungsphase verbindlich festgelegt. Muss eine Regel während eines laufenden Jahrgangs von der Trägerin / Geschäftsführung geändert werden, werden Anlass, Zeitpunkt, betroffene Einreichungen und Übergangsregel dokumentiert und allen Betroffenen gleichzeitig mitgeteilt.

4. Teilnahme, Nominierung und Einreichung

4.1 Teilnahmeberechtigung

Teilnehmen können Unternehmen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich für Diversity und Inclusion einsetzen - unabhängig von Größe, Bekanntheitsgrad oder Sitz. Bewertet werden bestehende oder bereits umgesetzte Vorhaben; reine Zukunftsideen sind nicht zulässig.

  • Ehemalige Teilnehmende dürfen erneut teilnehmen.

  • Partnerunternehmen dürfen nominiert werden und selbst nominieren.

  • Jurymitglieder dürfen nominiert werden; für ihre Bewertung gelten die Befangenheitsregeln in Abschnitt 6.

  • Mehrere Einreichungen sind möglich. Für jede Kategorie ist eine eigenständige, inhaltlich unterschiedliche Einreichung erforderlich.

  • Die Einreichung muss zur gewählten Kategorie passen und vollständig sowie wahrheitsgemäß sein.

4.2 Selbstbewerbung und Nominierung durch Dritte

Eine Einreichung kann als Selbstbewerbung oder als Nominierung durch Dritte beginnen. Bei einer Drittnominierung wird die vorgeschlagene Person oder Organisation kontaktiert. Erst nach Annahme der Nominierung, Ergänzung der erforderlichen Angaben und Freigabe der Inhalte wird daraus eine vollständige Einreichung. Das IOD-Team kann die Daten nach dokumentierter Zustimmung im Bewerbungssystem erfassen; die nominierte Stelle erhält Zugang bzw. eine Möglichkeit zur Kontrolle und Korrektur bis zum veröffentlichten Redaktionsschluss.

4.3 Erforderliche Angaben

Bereich und ihre Angaben

Inhalt

  • Kurzbeschreibung; Vorstellung der Person/Organisation; Tätigkeit, Vorgehen und Motivation; konkreter Impact for Diversity.

Zuordnung

  • Gewählte Kategorie und eindeutiger Name der Einreichung.

Kommunikation

  • Kurztext für Website, Social Media und Presse; gewünschte Trophäenbeschriftung.

Medien

  • Key Visual und Logo; optional Video, weitere Bilder oder Grafiken.

Kontakt

  • Ansprechperson für Einreichung sowie Ansprechperson für Kommunikation.

Links

  • Optional Website sowie LinkedIn-, Instagram- oder weitere relevante Profile.

 

4.4 Frist und Abschluss

Berücksichtigt werden nur Einreichungen, die vollständig und bis zum veröffentlichten Ende der Bewerbungsphase um 23:59 Uhr eingegangen sind. Das offizielle Bewerbungssystem bildet den verbindlichen Einreichungskanal. Eine vorbereitende Word-Datei oder E-Mail ersetzt die Portalabgabe nur dann, wenn das IOD-Team dies im Einzelfall schriftlich bestätigt und die Einreichung fristgerecht im System dokumentiert.

5. Formale Prüfung und Zulassung

Das IOD-Projektteam prüft jede Einreichung vor der Bewertung formal. Diese Prüfung entscheidet über die Zulassung, nicht über die inhaltliche Qualität.

Prüffeld und die dazu gehörige Formale Frage

Frist

  • Ist die Einreichung rechtzeitig eingegangen?

Vollständigkeit

  • Sind Pflichtfelder, Kontakte und erforderliche Medien vorhanden?

Teilnahmeberechtigung

  • Gehört die Einreichung zur zulässigen Zielgruppe und ist das Vorhaben bereits umgesetzt oder in Durchführung? Ist die Einreichung dem Themenfeld DE&I zuzuordnen? Ist ein erkennbarer, idealerweise mit Daten nachgewiesener Impact der Einreichung vorhanden?

Kategoriebezug

  • Ist die Einreichung nachvollziehbar der gewählten Kategorie zugeordnet?

Eigenständigkeit

  • Unterscheidet sich eine weitere Bewerbung derselben Stelle in einer anderen Kategorie inhaltlich?

Erklärungen

  • Sind Wahrheit, Rechte an Medien und Datenweitergabe an die Jury bestätigt?

Das Ergebnis der formalen Prüfung wird als zugelassen, Klärung erforderlich oder nicht zugelassen dokumentiert. Die Einreichenden haben die Möglichkeit, im Rahmen er sogenannten “Edit Week” noch vor Beginn des Public Votings, letzte Korrekturen vorzunehmen. Eine inhaltliche Vorbewertung durch Sponsor:innen oder Projektteam findet in diesem Schritt nicht statt.

 

6. Expert:innenjury und Schutz vor Interessenkonflikten

6.1 Berufung und Veröffentlichung

Die Trägerin beruft die Jury für jeden Jahrgang. Namen und berufliche Funktionen der Jurymitglieder werden auf der IOD-Website veröffentlicht. Ziel ist eine Jury mit relevanter fachlicher Erfahrung und unterschiedlichen Perspektiven aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Entscheidend für die Berufung in die Jury ist die nachweisliche Expertise der betreffenden Person, eine diverse Zusammensetzung und die unterschiedlichen Perspektiven. Die Dauer der Jurymitgliedschaft ist auf ein Jahr angelegt, und kann jeweils um ein weiteres Jahr verlängert werden.

6.2 Mindestregeln zur Befangenheit

Dokumentiert ist mindestens folgende Regel: Jurymitglieder enthalten sich in einer Kategorie, wenn sie selbst, ihr Arbeitgeber oder eine von ihnen eingereichte Bewerbung in dieser Kategorie teilnimmt. Werbung für die eigene Einreichung ist während der Juryberatung unzulässig. Die Enthaltung wird im Abstimmungssystem bzw. Protokoll festgehalten.

6.3 Gleiches Stimmrecht und Vertraulichkeit

  • Jedes stimmberechtigte Jurymitglied hat je Kategorie eine Stimme.

  • Enthaltungen werden erfasst und nicht als Stimme für oder gegen eine Einreichung gewertet.

  • Nicht öffentliche Bewerbungsunterlagen und Beratungen werden vertraulich behandelt.

  • Informationen außerhalb der Einreichung dürfen nur nach einer für alle Einreichungen gleichen Regel berücksichtigt werden.

7. Bewertung und Entscheidung in Jury-Kategorien

7.1 Bewertungsrahmen

Die Jury beurteilt jede zugelassene Einreichung anhand von drei qualitativen Kriterien. Die Begriffe 'Nachhaltigkeit' aus der öffentlichen Beschreibung und 'Glaubwürdigkeit' aus der dokumentierten Jury-Praxis werden in diesem Papier zu einem gemeinsamen Kriterium zusammengeführt.

Kriterium und Leitfragen

Impact

  • Welche konkrete positive Veränderung wurde erzielt? Wie relevant, tief und nachvollziehbar ist die Wirkung - intern und/oder extern? Welche Belege nennt die Einreichung?

Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit

  • Ist das Engagement plausibel, ernsthaft und konsistent? Ist es strukturell verankert oder langfristig angelegt? Passen Anspruch, Umsetzung und belegte Wirkung zusammen?

Innovation

  • Was ist am Ansatz neu oder kreativ? Wie passend ist die Lösung für den Kontext? Eröffnet sie neue Wege oder übertragbare Impulse?

 Die oben genannten Kriterien steuern Beratung und Urteil; das Endergebnis entsteht durch Abstimmung. Jedes Jurymitglied hat eine Stimme pro Kategorie.

7.2 Ablauf je Kategorie

1. Alle zugelassenen Einreichungen werden den stimmberechtigten Jurymitgliedern in gleicher Struktur zugänglich gemacht.

2. Interessenkonflikte werden vor Beratung und Stimmabgabe erklärt; betroffene Jurymitglieder enthalten sich.

3. Die Verfahrensleitung führt kurz in Kategorie, Einreichungen und anwendbare Kriterien ein.

4. Die Jury stellt Fragen und diskutiert die Einreichungen anhand der Kriterien.

5. Die stimmberechtigten Mitglieder geben ihre Stimme im digitalen Abstimmungssystem ab. Eine vorab abgegebene Stimme für verhinderte Mitglieder ist möglich; Doppelstimmen sind ausgeschlossen.

6. Die Stimmen und Enthaltungen werden systemseitig bzw. im Sitzungsprotokoll festgehalten.

7. Die Entscheidung über Shortlist und Preisträger:in wird abgeschlossen und die wesentlichen Gründe werden dokumentiert.

7.3 Gleichstand

Bei einem Gleichstand an der Spitze (die höchsten Stimmwerte) wird zwischen den gleichplatzierten Einreichungen eine Stichwahl durchgeführt. Bei erneutem Gleichstand entscheiden Trägerin und Jury gemeinsam, ob es eine geteilte Platzierung gibt.

8. Audience Award: öffentliches Voting

Der Audience Award ist vom Juryverfahren getrennt. Alle Teilnehmenden sind nach der veröffentlichten Kategoriebeschreibung automatisch zugelassen. Die Öffentlichkeit bestimmt die Preisträger:in durch ein zeitlich begrenztes Voting, das rechtzeitig vor Beginn der Abstimmung kommuniziert wird und im Regelfall zwei Wochen dauert. Jede Person, die ihre Stimme abgeben möchte, ist stimmberechtigt und kann pro Kategorie eine Stimme vergeben. Stimmen für den Audience Award verändern nicht die Entscheidung in den Jury-Kategorien.

Element und Verfahrensregel

Gegenstand

  • Zugelassene Einreichungen des betreffenden Jahrgangs; Darstellung in einer einheitlichen Grundstruktur.

Entscheidungsinstanz

  • Öffentlichkeit / Community - nicht die Expert:innenjury.

Ergebnisgrundlage

  • Anzahl der nach den veröffentlichten Regeln gültigen Stimmen.

Trennung

  • Keine Übertragung der Popularitätsstimmen auf Jury-Kategorien.

Dokumentation

  • Voting-Zeitraum, Regelwerk, gültige und verworfene Stimmen, Kontrollen sowie Endergebnis werden intern protokolliert.

Das IOD-Team administriert das Voting und darf Stimmen nur nach den vorab veröffentlichten Regeln als ungültig behandeln. Jede nachträgliche Korrektur wird mit Grund, Umfang und Freigabe dokumentiert.

9. Ehrenpreis Building Bridges

Der Ehrenpreis Building Bridges wird jährlich an Personen oder Organisationen vergeben, die sich in außergewöhnlichem Maße für Vielfalt und Inklusion einsetzen und Brücken zwischen Menschen, Communities oder Themen bauen. Er ist als gesonderter Ehrenpreis ausgewiesen und folgt nicht automatisch dem offenen Jury- oder Public-Voting-Verfahren.

Die Trägerin nominiert eine:n Preisträger:in, die Jury hat in der Jurysitzung ein Vetorecht. Entschieden wird auf Basis der begründeten Auswahl der Trägerin durch Konsens in der Jury. Die Begründung für die Auszeichnung wird durch die Trägerin gestellt und durch den Konsens der Jury verabschiedet. Sollte die Jury von ihrem Vetorecht Gebrauch machen, muss die Trägerin einen alternativen Vorschlag einbringen. Eine Bewerbung für den Ehrenpreis ist nicht möglich.

10. Ergebnis, Bekanntgabe und Bedeutung der Auszeichnung

10.1 Freigabe und Veröffentlichung

Vor der Bekanntgabe prüft das IOD-Projektteam, ob Abstimmung, Enthaltungen, Stichwahlen und Begründungen vollständig protokolliert sind. Die Veröffentlichung nennt mindestens Jahrgang, Kategorie, ausgezeichnete Einreichung und verantwortliche Entscheidungsinstanz. Die Jurybegründung wird in einer kurzen, sachlichen Form dokumentiert; eine Veröffentlichung der Begründung stärkt die Nachvollziehbarkeit.

10.2 Aussagegehalt

Eine Auszeichnung bestätigt, dass die zuständige Jury, die Öffentlichkeit oder das benannte Ehrenpreisgremium die konkrete Einreichung nach dem veröffentlichten Verfahren ausgewählt hat. Sie ist keine Zertifizierung, keine staatliche Anerkennung und keine umfassende Prüfung der gesamten Organisation oder Person.

Der Impact of Diversity Award selbst ist nicht dotiert. Mit einer Nominierung, Teilnahme, Aufnahme in die Shortlist oder Auszeichnung entsteht kein Anspruch auf eine Geldzahlung durch die Veranstalterin. Eine mögliche Nominierung von Preisträger für einen externen Award ist ein davon getrenntes Verfahren. Für dessen Teilnahme, Auswahl und etwaige Preisgelder gelten ausschließlich die Bedingungen des jeweiligen externen Veranstalters.

10.3 Kommunikation durch Preisträger:innen

  • Jahr und Kategorie müssen eindeutig erkennbar sein.

  • Die Begriffe 'Award', 'Auszeichnung' oder 'Preisträger:in' sind dem Charakter des Verfahrens entsprechend zu verwenden.

  • Aussagen wie 'zertifiziert', 'geprüftes Unternehmen' oder eine allgemeine Garantie für Diversity-Eigenschaften sind nicht vom Auswahlverfahren gedeckt.

  • Für Logos, Signets und Trophäendarstellungen gelten ergänzende Nutzungs- und Gestaltungsregeln des jeweiligen Jahrgangs.

  • Die Kommunikation darf nicht den Eindruck erwecken, der Impact of Diversity Award selbst sei mit einem Preisgeld verbunden. Eine mögliche Nominierung für einen externen Award ist deutlich getrennt darzustellen und darf nicht als Bestandteil oder garantierte Folge der IOD-Auszeichnung bezeichnet werden.

 

11. Daten, Rechte und Verfahrensdokumentation

11.1 Angaben und Nutzungsrechte

Teilnehmende sichern die Wahrheit ihrer personen- und unternehmensbezogenen Angaben zu. Für eingereichte Medien bestätigen sie, dass Rechte Dritter nicht verletzt werden. Nach den veröffentlichten Teilnahmebedingungen erhält Impact of Diversity ein weltweites, nicht ausschließliches und unentgeltliches Nutzungsrecht für die Award-Kommunikation; das Urheberrecht verbleibt bei den Teilnehmenden.

11.2 Datenschutz

Bewerbungsunterlagen werden gespeichert und zur Bewertung an die IOD-Jury weitergegeben. Personenbezogene Daten werden nicht in Rohform veröffentlicht. Einzelheiten zu Rechtsgrundlagen, Speicherdauer, Empfänger:innen und Betroffenenrechten richten sich nach der jeweils aktuellen Datenschutzerklärung und den Teilnahmebedingungen.

11.3 Verfahrensakte je Jahrgang

  • Für die interne Nachvollziehbarkeit wird je Jahrgang eine geschützte Verfahrensakte geführt. Sie enthält mindestens:

  • veröffentlichte Fassung von Methodenpapier, Teilnahmebedingungen, Kategorien und Terminen

  • Liste der eingegangenen und zugelassenen Einreichungen sowie formale Prüfvermerke

  • Jurybesetzung, Interessenerklärungen, Enthaltungen und Beschlussfähigkeit je Kategorie

  • unveränderte Abstimmungsexporte, Stichwahlen und Ergebnisfreigabe

  • Public-Voting-Regeln, technische Prüfvermerke und freigegebene Endzählung

  • Entscheidungsunterlagen und Begründung des Ehrenpreises

  • Shortlists, Preisträger:innen, freigegebene Begründungen und Veröffentlichungsstand

  • nachträgliche Korrekturen, Beschwerden und deren Bearbeitung

Die Aufbewahrungsdauer sind 10 Jahre.

12. Korrekturen, Verfahrenshinweise und Widerruf

Wertende Juryentscheidungen sind keine mathematisch objektiven Prüfbescheide. Gleichwohl müssen Hinweise auf Verfahrensfehler, Interessenkonflikte, unzulässige Stimmen oder nachweislich falsche Einreichungsangaben nachvollziehbar bearbeitet werden.

Fall und Grundregel

Faktische Korrektur

  • Offensichtliche Schreib-, Zuordnungs- oder Übertragungsfehler werden nach Prüfung berichtigt und versioniert.

Verfahrenshinweis

  • Hinweise auf Regelverstöße werden von einer nicht unmittelbar beteiligten Stelle geprüft und schriftlich beantwortet.

Falsche Angaben

  • Bei erheblich unrichtigen oder irreführenden Angaben kann die Trägerin die Zulassung oder Auszeichnung nach dokumentierter Anhörung korrigieren oder widerrufen.

Werturteil

  • Die fachliche Würdigung der Jury wird nicht allein deshalb neu eröffnet, weil eine andere Bewertung vertretbar wäre.

 Kontakt für Verfahrensfragen: Barbara Lutz Index Management GmbH, team@fki.de. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Kontaktdaten im Impressum der IOD-Website.